Alnico-Magnete

Alnico-Magnete

Alnico überzeugt durch eine beeindruckende Flussdichte zu einem wirtschaftlichen Preis. Es verfügt über den niedrigsten reversiblen Temperaturkoeffizienten aller handelsüblichen Standardmagnetmaterialien (0,02 % pro Grad Celsius), was eine ausgezeichnete Stabilität über einen weiten Temperaturbereich ermöglicht. Alnico ist zudem von Natur aus korrosionsbeständig.

Arnold bietet ein komplettes Sortiment an gegossenen und gesinterten Alnico-Produkten an, darunter:

  • Rotoren
  • Voll- und Hohlzylinder
  • C-förmig
  • Mehrpolige Haftmagnete
  • Ring
  • Sonderteile
  • Stab
  • Druckguss aus Aluminium
  • Stange
  • In Plastisol getaucht
  • Hufeisenförmig
  • Lackiert (Lackierung nach Militärstandard)

Gegossene Alnico-Güteklassen

  • Alnico 2
  • Alnico 8B
  • Alnico 3
  • Alnico 8H
  • Alnico 4
  • Alnico 8HE
  • Alnico 5
  • Alnico 9
  • Alnico 6
  • ArKomax®
  • Alnico 8
  • ArKomax® 800

Gesintertes Alnico

Gesinterte Alnico-Magnete, die in erster Linie nach Ihren Vorgaben gefertigt werden, sind in den Güteklassen 2, 5, 6, 8B und 8H erhältlich.

Kundenspezifische Baugruppen

Wir bieten kundenspezifische Alnico-Baugruppen unter Verwendung der magnetischen Materialien von Arnold an. Wir sind in der Lage, Ihre Baugruppe vollständig im eigenen Haus herzustellen, wobei wir sowohl die magnetischen als auch die nichtmagnetischen Komponenten fertigen und diese Teile zusammenbauen, sodass Sie eine fertige Unterbaugruppe erhalten. Darüber hinaus können wir mit Ihren und unseren Komponentenlieferanten zusammenarbeiten, um die kostengünstigste Lösung für Ihre Anforderungen zu entwickeln.

Laden Sie unsere Kataloge für Permanentmagnete aus gegossenem Alnico und gesintertem Alnico herunter, um weitere Informationen über unsere Fähigkeiten zu erhalten.

Allgemeine Eigenschaften

Alnico-Permanentmagnete bestehen aus Legierungen, deren Hauptbestandteile Eisen, Aluminium, Nickel und Kobalt sind, wobei andere Elemente (z. B. Kupfer und Titan) in geringen Mengen enthalten sein können. Die Güteklassen von Alnico variieren hinsichtlich des Kobaltgehalts, der von Null (Alnico 3) bis 40 % (Alnico 8) reicht. Die niedrigeren Güteklassen (2, 3 und 4) sind nicht ausgerichtet, wobei die magnetischen Eigenschaften isotrop und in alle Richtungen gleich sind. Ihre magnetische Leistung ist relativ gering. Anisotrope Güteklassen (Alnico 5, 6, 8 und 9) sind so konzipiert, dass sie eine hohe magnetische Leistung in einer bestimmten Richtung erzeugen. Die Ausrichtung wird während der Wärmebehandlung erreicht, indem das Produkt von einer Temperatur von etwa 1.093 °C (2.000 °F) mit kontrollierter Geschwindigkeit innerhalb eines Magnetfelds, das der bevorzugten Richtung der Magnetisierung entspricht, abgekühlt wird.

Alnico 5, die am weitesten verbreitete Güteklasse, liefert die Energie für einen Magnetkreis wirtschaftlicher als alle anderen Alnico-Güteklassen. Alnico 8 verfügt neben der höchsten Koerzitivkraft aller Alnico-Güteklassen über eine ausgezeichnete Volumenenergie und einen niedrigen reversiblen Temperaturkoeffizienten. Es wird für Anwendungen empfohlen, die starken Entmagnetisierungsfeldern ausgesetzt sind oder bei denen aus Platzgründen eine kurze magnetische Länge erforderlich ist.

ArKomax® 800 und Alnico 9 sind Premium-Güteklassen von Alnico 5 und 8. Die überlegene magnetische Leistung dieser Güteklassen wird durch Kristallorientierung im geschmolzenen Zustand in die gewünschte Richtung der Magnetisierung erzeugt.

Konstruktionsüberlegungen

Alnico-Magnete sind grobkörnig, hart und spröde und können in der Regel nicht mit herkömmlichen Mitteln gebohrt werden. Arnold hat ein Verfahren entwickelt, welches das Bohren von Alnico ermöglicht.

Aufgrund dieser mechanischen Eigenschaften werden Alnico-Teile normalerweise nicht als Bauteile verwendet. Wenn Sie eine Wahlmöglichkeit haben, wählen Sie einfache Formen. Schlitze werden gegenüber Löchern bevorzugt. Querschnitte von weniger als 3,18 mm (0,125″) sollten vermieden werden. Bei Bedarf können fertige Oberflächen durch Schleifen hergestellt werden. Bei vielen Anwendungen liefert die „gegossene“ oder „gesinterte“ Oberfläche jedoch ein zufriedenstellendes Ergebnis bei deutlich niedrigeren Kosten. Um die Montage zu erleichtern und den Magneten angemessen zu schützen, können spezielle Baugruppen wie Rotoren und Magnetronmagnete mit einem Aluminiummantel versehen werden. Zusätzlich können Polstücke aus kohlenstoffarmem Stahl an Magnetpolflächen durch Kleben oder mittels Bolzen oder Schrauben befestigt werden. Plastisol oder Farbe kann zur Verbesserung der Optik aufgetragen werden.

Magnetisierung

Um Alnico möglichst effizient einsetzen zu können, muss es magnetisiert werden, nachdem der Magnet mit seinen Polstücken im endgültigen Magnetkreis montiert wurde. Der Versand des nicht magnetisierten Produkts macht zudem eine spezielle Verpackung überflüssig und verhindert eine Kontamination durch verirrte Eisenspäne usw. Die magnetische Sättigung am Einsatzort erfordert die Anwendung einer Magnetisierungskraft, die 4 bis 5 mal größer ist als die Koerzitivkraft des Materials. Bei Alnico 5 wird eine Magnetisierungskraft von 3.000 Oersted (240 kA/m) empfohlen. Bei Alnico 8 sollte die Magnetisierungskraft mindestens 7.000 Oersted (560 kA/m) betragen. Die Magnetisierungskraft muss nur kurzzeitig ausgeübt werden. Daher werden in der Regel Impulsmagnetisierer mit einer Kondensatorentladung eingesetzt. Gleichstrommagnetisierer sind ebenfalls effektiv.

Stabilität und Temperatureinflüsse

Alnico-Magnete bieten eine ausgezeichnete Stabilität bei Temperaturschwankungen: Die reversible Veränderung beträgt 0,02 % pro Grad Celsius. Durch Erwärmung kann es zu einem irreversiblen Verlust der Magnetkraft kommen. Die Verlustgröße hängt von den Abmessungen des Magneten und seiner Zusammensetzung ab, beträgt aber in der Regel weniger als 5 % und kann durch eine erneute Magnetisierung wiederhergestellt werden. Bei Temperaturen über 538 °C (1.000 °F) findet eine metallurgische Veränderung statt, die dazu führt, dass die Magnetkraft schnell abnimmt. Diese Veränderung kann durch die erneute Magnetisierung nicht wiederhergestellt werden.

Externe Magnetfelder können ebenfalls eine gewisse Entmagnetisierung bewirken. Bei einigen kritischen Anwendungen ist es wünschenswert, den Magneten zu stabilisieren, indem die magnetische Leistung bewusst um 5 % bis 10 % reduziert wird. Eine derartige Stabilisierung kann die Wirkung von verstreuten Außenfeldern verringern oder sogar beseitigen.

Zertifizierungen

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